
Die textile Welt ist voller Fachbegriffe und auch wir greifen in unseren Beschreibungen und Angeboten oft darauf zurück.
Dieses kleine Textillexikon will keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Wir wollen Ihnen lediglich eine Hilfestellung geben und Begriffe erklären, die wir häufig benutzen. Denn gerade bei individuell gestalteten Produkten ist eine funktionierende Kommunikation unabdingbar.
Antipilling-Ausrüstung
Beim Tragen von Textilien aus Fleece-Material (auch bei Wolle und textilen Spinnfasern) lösen sich durch Reibung Fasern. Diese fallen entweder ab, bleiben locker im Stoff hängen oder sammeln sich an der Oberfläche des Stoffes. Dort verfilzen sie und bilden "Knötchen". Dieser Vorgang wird Pilling genannt. Durch eine sogenannte Antiplilling-Ausrüstung kann die Pilling-Bildung eines materials verhindert bzw. stark verringert werden.
Atmungsaktive Beschichtung
Unter einer atmungsaktiven Beschichtung versteht man eine feine Beschichtung, die direkt auf ein Trägergewebe (meist Polyester oder Polyamid) aufgebracht (gestrichen) wird um den Stoff atmungsaktiv, also wasserdampfdurchlässig zu machen. Damit kann Schweiß in Form von Wasserdampf das Gewebe nach außen durchdringen. Diese Beschichtungen sind meist dafür ausgelegt, das Gewebe gleichzeitig von außen wind –und wasserdicht zu machen. Eine solche Beschichtung weist z.B. unser Material TIMBERTEX® auf.
Atmungsaktive Membranen
atmungsaktive Membranen sorgen genauso wie Beschichtungen für eine Durchlässigkeit von Wasserdampf von innen nach außen. Von außen nach innen sind Gewebe mit Membranen ebenfalls Wind- und/oder wasserdicht. Der Unterschied ist, dass Membranen als solche hergestellt und dann auf ein Gewebe laminiert werden.
Fleece
Fleece (engl. für Flausch oder Vlies) ist die englische und mittlerweile allgemein übliche Bezeichnung für synthetischen Webpelz aus Polyester. Es wird hauptsächlich für wärmende Funktionsbekleidung im Outdoorbereich verwendet. Einsatzbereiche sind sämtliche Bereiche der Oberbekleidung, wie Jacken, Hosen, Mützen, Handschuhe, aber auch Decken, Futterstoffe, etc.
Es gibt verschieden starke Qualitäten: 100er Micro Fleece, 200er Basic, 300er (je größer die Zahl, desto dicker der Fleece). Die Zahl gibt das Gewicht in Gramm pro Quadratmeter an.
Fleecestoffe haben für die Anwender folgende Vorteile:
- hohes Wärmeisolationsvermögen bei geringem Gewicht
widerstandsfähig und damit langlebig
- wasserabweisende Oberfläche (dauerhaft imprägniert) und wenn feucht, dann sehr schnell trocknend
- atmungsfähig, elastisch
- angenehm weich auf der Haut, antiallergisch
Mercerisierte Baumwolle
Die Merzerisation (Mercerisation) ist ein Veredelungsverfahren für Baumwollgewebe. Dabei wird die Baumwollfaser durch den Einfluss von alkalischen Substanzen und mechanischer Streckung in der Längsschnittstruktur von bändchenartig zu zylindrisch verändert. Die Querschnittstruktur wird von nierenförmig zu rund verändert. Diese Strukturveränderungen führen zu:
- seidenartigem, waschbeständigem Glanz
- besserer Färbbarkeit
- höherer Festigkeit
- besserer Dimensionsstabilität
Pikee
Pikee (frz. Piqué) ist ein Baumwollgewebe mit reliefartiger Struktur. Es erscheint wie gesteppt (piqué) und gehört zu den Doppelgeweben. Baumwollpikee ist der Standardstoff für Polohemden.
Ripstop
Ripstop(-nylon) sind Stoffe, die in einer speziellen Technik gewebt und besonders reißfest sind. Dabei werden im Abstand von normalerweise 5 bis 8 Millimetern dickere Fäden in das ansonsten dünnere Gewebe integriert. Das Gewebe erhält dadurch eine mehr oder weniger deutliche „Rechenkästchenstruktur“. Ripstopnylon findet, mit verschiedenen Beschichtungen versehen, Anwendung im Zeltbau, für Flugdrachen, Gleitschirme, Segel (daher auch bekannt als „Spinnakernylon“) und vermehrt auch – in meist dickeren, aber weicheren Ausführungen – in sonstigen Sportausrüstungen wie Kleidung oder Rucksäcken.
Die Vorteile von Ripstopnylon sind das sehr gute Gewichts-/Stabilitätsverhältnis und auch die Weiterreißfestigkeit, die es für den Einsatz für kritische Produkten wie Segel, Fallschirme und Zelte prädestiniert
Wassersäule
Die Wassersäule ist eine Maßeinheit, um die Dichtigkeit von technischen Geweben wie z.B. Funktions- und Regenbekleidung anzugeben. Dort wird die Wassersäule angegeben, die auf dem Gewebe lasten kann, bevor es Feuchtigkeit durchlässt, dabei entsprechen 1000 mm. Wassersäule einem Druck von 1kg/dm³. Ab einem fest definierten Wert (Regenkleidung 1.300 mm, Oberzelte 1.500 mm und Zeltböden 2.000 mm nach DIN) gilt das Gewebe als wasserdicht. Unser TIMBERTEX® verfügt beispielsweise über einen Wassersäule von 3.000 mm.
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